B72: Millenkovich, Max von (Burgtheater), Seite 6

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treue und dankbare Stätte sein wird. So
beabsichtige ich beispielsweise nach dem
gen herauszubringen. Wie sehr mir dadurch die
Eintritte Girardis in den Verband des Hof-
wöchentliche Bildung eines abwechslungsreichen
burgtheaters eine Neueinstudierung der
und dem mannigfaltigsten Bedürfnissen entgegen-
„Liebelei“ mit lauter bodenständigen, echt
kommenden Spielplanes erschwert wurde, können
wienerischen Darstellern, Ganz besonders
Sie sich denken und der Zufall oder ein böser
würde es mich freuen auch wieder ein neues
Dämon brachte es wirklich zu Stande, dass je-
von Ihnen
Stück von Ihnen erwerben zu können. Hin¬
desmal, wenn eines der genannten Stückel zur
sichtlich einiger älterer Stücke, deren Er-
Aufführung bestimmt war, ein Urlaub, eine Un-
unbesiez
werbung oder Wiederaufführung mir recht er-
pässlichkeit, oder sonst irgend ein
autre
wünscht wäre, behalte ich mir vor mit Ihnen
liches Hindernis im letzten Augenblick vor Ver-
in Verhandlungen zu treten, sobald die große
öffentlichung des Spielplanes eine Aenderung
Arbeitslast, die ich in der kommenden Spiel-
nötig machte. Mein Aerger und mein Bedauern
zeit zu bewältigen habe, mir Zeit und Raum des
darob sind umso grösser, als ich nun sehe, dass
auch Ihnen dadurch eine Kränkung verursahht
für gönnt
Inzwischen bitte ich Sie nur um unver-
wurde. Ich meine aber, dass durch meine Erklärung
minderte Fortdauer Ihrer bisherigen Achtung
Ihre sehr begreiflichen Zweifel an meiner freund-
für mein Streben und um vertrauensvolle Un-
lichen Gesinnung gegenstandslos geworden sind
befangenheit in der Beurteilung meines Wir¬
und hoffe Sie im neuen Spieljahre davon überzeu-
gen zu können, dass das Hofburgtheater auch un¬
kens und bin, einen guten Sommer wünschend,
ter meiner Leitung Ihrem bedeutenden Wirken eine