B121: Fischer, Salomo_1916–1923 Arthur Schnitzler an SF Durchschläge, Seite 168

Miss Fanny Johnson, die vor dem Krieg
wiederholt über meine Werke in der literari-
schen Beilage der Times berichtet hat, bittet
mich durch den hiesigen Universitätsprofessor
Arnold ihr zum Zwecke der Berichterstattung
meine seit Kriegsbeginn erschienenen Werke
übermitteln zu lassen. Wollen Sie also so
freundlich sein Miss Fanny Johnson in Cankxx
Cambridge, Ramsey House, Barton Road)die be
treffenden Bücher, also: „Doktor. Gräsler,
„Casanovas Heimfahrt, Komödie der Worte
„Fink und Fliederbusch“,..Die Schwestern
zuzusenden.
eind die Verhandlungen in England
über „pannhardi" und „Liebelei“ zum Abschluss

cette
gelangt?
Hat sich für das Gastspiel des Daut¬
G.A.F.S
schen Theaters in Skandinayien irgend etwas
realisteren lassen? Ich erhoffe mir Ihre Un¬
terstützung, wann ich immer Gelegenheit haben
sollte, mich, wie in diesem Falle, gegen den
Versuch von Tantiemenherabsetzungen, sei es
nun aus Valuta-oder anderen Gründen zur Wehre
zu setzen.
Ich würde wieder einige Freiexemple
re von einzelnen meiner Bücher dringend be-
nötigen, eventuell auch Rühnexemplare. Macht
es jetzt besondere Schwierigkeiten? eine grös
sere Anzahl von Büchern auf einmal herüberzu-
senden?
Herzlichen Gruss
Ihr
29.11.1920.
Fischer
d 30:
de répondue en l'intérieur à l'imme.
Lieber Freund.
Da ich die letzten Honorarverrechnungen
auf der Basis von 20% des Ladenpreises udd des
freien 25%igen Verlagszuschlages akzeptiert
habe, bedarf es natürlich keiner weiteren Er-
klärung von meiner Seite, dass ich dmit einver
standen bin. Dieses Einverständnis möge vor¬
läufig bis zum 31. Juli 1931 gelten. Wir wollen
hoffen, dass bis dahin mein perzentueller Anteil
wieder seine frühere oder wenigstens eine an-
gemes jene Höhe erreicht. (Dass nicht alle Ve¬
leger auch bei 20%iger Tantieme auf den Laden
preis einen freien Verlagszuschlag von 28% in
pechnung stellen ist -hnen wahrscheinlich be-
kannt. Aber ich nehme an, dass mein Entgegen-
kommen Ihnen den Neudruck nstwandig von Aufla¬
gen erleichtert).
Auch mit Ihrem Vorschlag auf Teilung
des Reingewinns in dem Einzelfall der teueren
Luxusausgabe des „Casanova“ (circa 125 Exempla
re) erkläre ich mich einverstanden. (In einem
Vertrag, den ich über eine Luxusausgabe des
„Reigen“ abgeschlossen habe, sind auch für die
teuersten Exemplare eine 10%ige Autorenbetei-
ligung vorgesehen. Ueber die Anzahl der Frei -
exemplare der illustrierten „Casanova -Ausgabe
haben wir noch nicht korrespondiert. Darf ich
ihren Vorschlag erbitten?
An welches Sortiment soll ich mich
wegen der anderen neulich erwähnten Freiexen
re wenden? Ich glaube nicht, dass in wien
alles zu haben sein wird. Von meiner Gesammt-
ausgabe habe ich seinerzeit nur den geringsten