B121: Fischer, Salomo_1916–1923 Arthur Schnitzler an SF Durchschläge, Seite 228

Fischer
23.3.1922.
G.H.F.P.
Lieber Freund.
Herr Harz sch rübt mir, dass Sie zu
ihm geäussert, Sie hätten für den „Reigen“ „kein
besonderes Interesse und sie wolltön gar nicht
glauben, dass er mir 25^ Honorar zahle. Hier
waltet wohl ein Missverständnis ob. Sie selbst
boten sich mir ja für den „Reigen" an, auf mei-
ne Papierbedenken hin erklärten sie, dass Ihnen
jedesfalls genug zur Verfügung stehen würde, nu
weil sie dann doch zögerten überliess ich das
Buch wieder Herrn Harz bis zur 100. Auflage,
nahm aber als ziemlich sicher xxx, dass xxxon
der 101.an in Ihren Verlag übergehen solle.
un aber bitte ich doch mir endlich ganz kliäpp
um klar zu sagen,ob sie den „Reigen haben wd
len oder nicht. Dass ich das Buch gern bei Ih-
nen sehe wie sen Sie, ebenso zweifeln Sie nicht
daran, dass mir allerlei andere Mögldchkeiten
offen stehen, vielleicht sogar finanziell aus-
sichtsreichere. Dass mir Harz 25% zahlt,
schrieb ich Ihnen schon seinerzeit; es lag
so kein rechter Anlass vor sich über seine Mit-
teilung zu verwundern. Trotzdem würde ich nicht
zu
anstehen dem Verlag Fischer den „Reige“
billigeren Bedingungen zu überlassen. 16% vom
Ladenpreis schiene mir allerdings in diesem
Fall recht wenig, wie es mir ja überhaupt in
jenen wällen, wo eine gewisse Auflagenzahl über-
schritten ist, als zu geringer Perzentsatz er-
scheint. Aber ich denke nichts anderes zu for
dem als was Sie Ihren übrigen bestbezahlten
Autoren zahlen. Auch was die gesammlich Werke
anbelangt, betreffs deren die Honorarfrage
noch immer schwebt, nehme ich als selbstver¬
ständlich an, dass Sie mir genau dieselben Be-
8.e. a
dingungen gewähren wie Gerhart Hauptmann und
ich glaube, da es sich hier nur um gebundene
Exemplarehandelt, dass der Autor nicht von dem