B121: Fischer, Salomo_Arthur Schnitzler an SF (Maril) 1927–1931, Seite 152

L. Fischer
22.1.1931.
Lieber Herr Dr. Sermann.
Le mais il y a lui fait
e e ee e même ist että
Ich glaube zwar nicht, dass Ullstein
wegen der "Frau des Richters Schwierigkeiten ma-
chen könnten oder gar noch dürften; die Novelle
steht ja in den Gesammelten Werken und mir ist so-
gar, als wären, ganz abgesehen davon, die Ulletein-
schen Rechte schon abgelaufen, die ja zeitlich be-
schränkt waren. Aber um die Sache nicht länger
aufzuschieben, will ich mich mit Ihrem Vorschlag
Nr.2 einverstanden erklären: „Traumnovelle”, „Spiel
im Morgengrauen,“Frau Beate“ - „Geronimo”, „Hir-
tenflöte, "Leisenbogh", "Fremde”.
Was bedeutet übrigens der "Zwischenti-
tel“, der zwei Seiten erfordert? Soll der Uebergang
von den grösseren Novellen zu den kleineren durch
einen Titel ausdrücklich betont sein? Dafür wäre
ich gar nicht. “Das Schicksal des Freiherrn von
Leisenbogh" möchte ich gern an den Schluss gestellt
haben. Und welcher Untertitel?“Sieben Novellen“
Oder: “Sieben ausgevählte Novellen”?
Heute habe ich noch eine Frage anderer
Art an Sie. Eine sehr nahe Verwandte von mir, eine
junge Dame, die jahrelang in einem Verlag tätig
war, sowohl in der Buchhaltung, wie als Korresponden-
tin, möchte aus verschiedenen Gründen ihre Stelle
wechseln. Sie werden sich nicht wundern, dass in
einem Gespräch darüber der Name S.Fischer fiel.
So erkundige ich mich also ganz unverbindlich bei
Ihnen, ob die Möglichkeit bestünde, dass eine sehr
tüchtige, höchst gebildeteund sprachenkundige junge
Dame aus guter Familie in Ihrem Verlag einen Platz
finden könnte. Es gibt ja allerlei Zufälle; viel-