B121: Fischer, Salomo_SF an Arthur Schnitzler 1888-1914 Originale, Seite 140

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S. FISCHER, VERLAG
noch nichts gebört, es wird
TELEPHON: AMT VI, No. 1662.
BERene W., DEN 28/12. 1900.
0
BÜLÖWSTRÄSSE 91.
G.F.P.
pris
Briesse:
Herrn Dr. Arthur Schnitzler
Wien IX.
.S.
Lieber Herr Doktor!
Die correcturen von „Beatrice“ werden Ihnen von Freyhoff's Buchdruckerei
in Nauen bei Berlin zugehen; Sie bekommen zuerst Fahnenabzüge und dann um-
brochene Revisionsbogen. Wenn Sie wünschen, können die Revisionsbogen bei
uns gelesen werden.
Von „Bertha Garlan" werden Ihnen gleich umbrochene correcturbogen aus
dem Satz der „Rundschau“ von der Buchdruckerei in Roitzsch zugehen; auch
diese Revisionsbogen können bei uns gelesen werden.
Von der „Beatrice“ drucke ich zunächst eine Auflage, von „Bertha Garlan“
zwei Auflagen. Von beiden Werken werden Platten angefertigt, so dass ein
Neudruck eventl. schnell und ohne neue Correcturendurchsicht hergestellt
werden kann.
Einliegend überreiche ich Ihnen den Entwurf eines Verlagsvertrages. Was
ich Ihnen hier an Vorteilen bieten kann, ist natürlich nur sehr wenig; Sie
werden es in den §§ 2, 3 und 5 ausgedrückt finden. Ich bezwecke mit diesem
Ausfähigung
Vertrag nichts weiter als die Ersparnis einer jedesmaligen neuen Vertrag
für jedes einzelne Werk. Wollen Sie sich nicht für die Dauer von 5 Jahren
binden, so stelle ich eine kürzere Vertragsdauer anheim. Zu § 2 möchte ich
noch bemerken, dass die Reduction der Freiexemplare nach der vierten Auf-
ger
lage deshalb geschieht, weil bei den ersten Auflagen sehr viel Freiexemplar
für die Presse notwendig sind, was später weg fällt.