B121: Fischer, Salomo_SF an Arthur Schnitzler 1888-1914 Originale, Seite 638

325.
ISCHER/VERLAG/BERLIN’THEATERABTEILUNG
W 57 BÜLÖWSTR90
AMT: LUTZÖW 1662=6162
den 29/5.13
G.C.P
G.C.F.P.
Herrn Dr. Arthur Schnitzler
Wien
Sehr geehrter Herr Doktor
Die Firma Hugo Baruch & Co. teilt uns mit, dass die Schubert
Company den „Professor Bernhardi" für Amerika erwerben will. Es müss-
a-
ten aber nach der Meinung des Managers für Amerika Veränderungen vor-
genommen werden und wir gestatten uns, an Sie die Frage zu richten, ob
Sie selbst, wenn Ihnen prinzipiell die Gesichtspunkte dieser Verän-
derungen gerannt werden, bereit wären, sich diese Arbeit zu machen.
Unserer Meinung nach dürfte dies das Beste sein, denn wenn man den Hän-
den des englischen Uebersetzers und Bearbeiters ausgeliefert ist, so
kommt selbst in am Fall, dass man sich, wie natürlich, die Vorlage
der Bearbeitung und die Notwendigkeit der eigenen Zustimmung gesichert
hat, die übelsten Sachen heraus, eventuell auch Prozesse, wie wir dies
erst jetzt zum Beispiel bei den „Fünf Frankfurtern“ erlebt haben.
Wir haben von Baruch & Co. 5 % Tantiene und Zintausend Dollar
Garantie verlangt.
Haben sie die Liebenswürdigkeit, uns möglichet umgehend zu sagen,
ob Sie auf unsern Vorschlag eingehen oder nennen Sie vielleicht an-
dernfalls einen englischen schriftsteller, der Ihnen bekannt ist und
zu dem sie das Vertrauen haben, dass er eine literarische und sinnge-
müsse Umarbeitung machen würde. Wir würden dann der Firma Hugo Baruch