B121: Fischer, Salomo_SF an Arthur Schnitzler 1915-1930 Originale, Seite 60

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ISCHER.
VERLAG
F
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Berlin W 57, Bülowstraße 90
2. April 1917
Herrn Dr. Arthur Schnitzler
Wien
Lieber Freund,
ich habe auf Ihre Anfrage wegen Ihrer Erzählung "Dr. Graesler,
au moins de ses
Badearzt" auf Zusendung des Manuskripts gewartet, habe es aber bis
heute noch nicht bekommen. Wäre es Ihnen möglich, mir die Fort-
setzungen aus dem "Berliner Tageblatt" zuzusenden oder das Tagebelatt
anzuweisen, dass mir das Material zugeht? Wir müssen erst mal den
Umfang feststellen, ich mache Ihnen dann weitere Vorschläge. Soviel
ich weiss, ist die Novelle am 15. März im Tageblatt zu Ende gedruckt
worden, wir können also erst im Laufe des Monats Juni mit dem Buch
herauskommen.
Sie schreiben in Ihrem Briefe vom 19. März, der Hirt'sche Verlag
hättetich um den Abdruck Ihrer Humoreske "Excentric" in einem Novellen-
a-
buch beworben. Ist das nicht eine Verwechslung mit dem Plan des Hirt
gute.
tzler “Nummer“.
schen Blattes „Die Weltliteratur“, in einer “Sohn
einige Novellen abzudrucken? Der Hirt'sche Verlag gewährt dafür
kein Honorar (es handelt sich um ein zehn Pfennig-Blatt mit grosser
Auflage; das einzige Aequivalent ist der Raum einer viertel Seite
zur Ankündigung der Werke des Autors). Ich bin der Meinung, dass
man das unterstützen soll, und bitte mich wissen zu lassen, wie Sie