B121: Fischer, Salomo_SF an Arthur Schnitzler 1915-1930 Originale, Seite 102

wird das normale Honorar auf den vollen Ladenpreis wie bisher zur
Verrechnung kommen können.
Da die hohen Vertriebsspesen bei der Verteuerung eine grosse
Rolle spielen, sind wir gezwungen, zur Deckung der Mehrkosten, die Er-
höhung der Preise auch auf die Vorräte einer Anzahl von Werken auszu-
dehnen, die noch unter günstigeren Verhältnissen hergestellt wurden.
Für unsere Mark-Bibliothek müssen wir den Teuerungszuschlag
von 25 auf 35 Pfg. erhöhen. Hier werden wir das bisherige Honorar um
10% erhöhen, sodass auf ein Honorar von 100 Mark ein Honorarzuschlag
von 10 Mark erfolgen kann. Unsere Mark-Bibliothek war von der
Teuerung besonders hart betroffen und für uns im letzten Jahr un-
lohnend. Wir haben an diese auf einen billigen Preis aufgebaute
Bibliothek, die während des Krieges besonders an der Front in grossen
Massen abgesetzt wird, einen grossen Teil unseres Papierkontingents,
das wir zu Büchern in höheren Preislagen hätten lohnender verdrucken
können, gewendet. Dieses ideale Mittel zur Propagierung guter
literatur in diesem wichtigsten Augenblick nicht aufzugeben, bleiben
wir auch weiter bemüht.
Im Vertrauen auf die Einsicht unserer Autoren haben wir die
jetzt nötigen Preisänderungen bereits mit dem 25. Januar vollzogen.
Wir bitten um Zustimmung zu unseren Vorschlägen und stellen ergebenst
anheim, sich zu diesem Zweck der anliegenden Karte freundlichst zu
Mit vorzüglicher Hochachtung
bedienen.
ergebenst
1. Februar 1918
(Durch den Streik verspätet)
J. Fischer Verlas