B121: Fischer, Salomo_SF an Arthur Schnitzler 1915-1930 Originale, Seite 1125

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Bl.2. Herrn Dr. A. Sohnitzler, xxx den 10.10.29.
verkauft hat, mit Verlust abzustossen. Er behauptet, dass
er vom "Reigen" soviel Exemplare verkaufe, als sich
eben verkaufen lassen. Kein anderer Verleger könnte bessere
Verkaufsresultate erzielen.Keineswegs sei er gewillt,
das mit 75 Goldpfennigen pro Exemplar vorausgezahlte
Honorar preiszugeben, noch die Bücher selbst unter ihrem
wahren Wert zu verkaußen. Wenn man ihm freistelle,
den Ladenpreis des Werkes herabzusetzen, dann könne aller-
dings damit gerechnet werden, dass die Vorräte in kürzester
Zeit verkauft sind, sodass einer neuen Auflage, die wir
veranstalten wollten, nichts im Wege stände. Herrn Fischers
Standpunkt zu dieser Angelegenheit habe ich Ihnen bereits
am 26.3. mitgeteilt, wonach er als beste Lösung an¬
sieht, dass Harz seine Bestände verkauft und wir dann eine
neue Auflage veranstalten. Ich glaube, dass infolgedessen
eine direkte Verhandlung zwischen uns und Harz im Augen-
blick resultatlos bleiben müsste und somit die Ent-
schliessungen in dieser Angelegenheit von Ihnen allein zu
fassen wären.
Darf ich Sie noch um Auskunft bitten, wie
eigentlich die Angelegenheit „Fräulein Else“ steht? Die