B121: Fischer, Salomo_SF an Arthur Schnitzler 1930–1931 Originale, Seite 3

G.F.P.
42 Novell
3d.
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den 10. Januar 1930.
Be/Ja
Herrn
Dr. Arthur Schnitzler,
XVIII.
Wien
Sternwartestr.71
Sehr verehrter Herr Dr.Schnitzler
Mir ist in meinem letzten Brief noch ein kleiner
Irrtum unterlaufen. Der Umfang des Buches wird nämlich auch
noch zu gross, wenn wir "Die Toten schweigen" und „Der Mörder"
mit in die Novellensammlung aufnehmen. Ich möchte deshalb vor¬
schlagen, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, entweder diese bei
horenn
den ### oder wenigstens eine von ihnen wegzulassen, ausser
der Novelle „Die Fremde“ und das „Tagebuch der Redegonda“, die
auch wegbleiben müssten.
Wie ich aus Ihrem Brief an Dr.Maril ersehe, neigen
Sie nun auch zu dem Preis von RM 2.85, so sind wir also einer
Meinung.
Nun wäre noch eine Frage zu diskutieren, die von
grosser Wichtigkeit ist: halten Sie es für möglich, dass Zsol
nay "Fräulein Else" für die billige Ausgabe freigibt? Der bil¬
lige Band mit „Fräulein Else“, "Traumnovelle" und "Spiel im
Morgengrauen" würde naturgemäss einen noch stärkeren Anreiz
darstellen. Wäre es Ihnen möglich, Zsolnay einmal anzufragen?
Wenn er einverstanden ist, könnten wir dann die weiteren Ver-
handlungen ja vom Verlage aus führen.
Mit besten Grüssen
Ihr Ihnen ergebener
Bouwanny
12. 30 20000 V. S.
Monsieur