A194: Die Mörderin, Seite 85

Gasthofzimmer, anständig, aber nicht sonderlich freundlich. Die
G.H.F.P.S.
Wände blau-grau gemalt, etwas abgeschilfert, die Decke schmutzig
weiss. Thüre rechts auf den Gang. Zwei Fenster im Hintergrund.
Dazwischen Komrode, über der Kommode zwei Oeldruckbilder, auf der
Kommode Photographien in Rahmen und ein Carton, offen, mächtig
gross, wie ein Gebetbuch. links ein Vorhang, fast geschlossen, durch
einen Spalt der Erker mit den zwei Betten sichtbar. links vorn
an der Wand ein Waschkasten in leidlichem Zustand. Daneben ein
eiserner Ofen, weiter hinten ein alter Schrank, das beste Möbel
G.C.F.P.
des Zimmers. Ueber dem Waschkasten ein Spiegel. Neben der Tür
ein Kleiderstock, an dem ein weicher Männerhut, ein Havelock,ein
Frauenmantel, ein Shawl hängen. In der Mitte des Zimmers ein run-
der Tisch, auf diesem einige zerlesene Bücher, ein gebundener Jahr-
gang einer illustrierten Zeitung, brauner Lederdivan, zwei Plüsch-
fauteuille, zwei Holzsessel.
(Elise, 26 Jahre, von blassem, etwas mattgelblichen Teint, das
schwarze Haar kokett, aber nicht sehr ordentlich frisiert,in hel-
lem etwas abgetragenen Sommerkleid, vor dem Schrank, der offen
steht; sie mustert die drin hängenden Kleidungsstücke, betastet
eines und das andere, dann geht sie zur Kommode, nimmt das dort
liegende kleine Gebetbuch, schlägt es auf, vergewissert sich,
dass das Gesuchte noch vorhanden, geht mit den Gebetbuch zum
Schrank, legt es auf den Boden des Schrankes, schüttelt den Kopf,
nimmt das Gebetbuch, geht damit zur Kommode, öffnet die unterste
Lade, wühlt darin, gibt das Gebetbuch hinein, nimmt es wieder he-