A229: Die Mörderin, Seite 25

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V. A. Z.
te Recherchen. Die Mutter des Ermordeten hat ausgesagt, dass
sie ihm heute Morgen zwei Banknoten a hundert Kronen gab; es war
sein Taschengeld, offenbar. Diese zweihundert Kronen sind aus
der Brieftasche verschwunden. Kleingeld im Betrage von zwei
Kronen und etlichen Hellern sind bei dem jungen Mann gefunden
worden.
Nun aber muss ich doch fragen, wenn die Beiden da unten ver-
Elisa:
dächtig werden, warum durchsucht man sie nicht?
Wachtmeister: Frau Oberaufseherin, Sie stellen sich die Gerichtsbarkeit
etwas leichter vor als sie ist. Dass die beiden Kerle die
zweihundert Kronen nicht bei sich haben und zwar umsoweniger,
je mehr sie den armen jungen Mann ermordet haben, darauf können
Sie ruhig Gift nehmen. Wenn sie schuldig sind, haben sie die
halbe Stunde benützt, um das Geld zu vergraben. Und in dieser
Richtung wird auch die Untersuchung -
(Töff-Vöff eines Autors)
Stimme von unten: Herr Wachtmeister!
(am Fenster) Das ist der Herr Kommissär.
Wirt:
Wachtmeister: (mit einem Ruck ) Der Kommissär! Herr Oberaufseher, halten
Sie sich bereit. Eine Aussage wird Ihnen nicht erspart bleiben.
Ihre Verantwortung ist gross. Schonen Sie keinen, es kann einer
der tüchtigste Arbeiter sein und doch ein fürchterliches Ver-
brechen begehen. (er spricht das folgende Wort deutsch aus)
Moral insanity. Bedenken Sie das. (ab. Der Wirt folgt ihm mit
Marie)
(hat Elisa die ganze Zeit beobachtet)
Karl:
Karl.-Elisa.