B16: Brahm, Otto 1b Arthur Schnitzler an OB, Abschrift, Seite 224

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Noordwijk, 31.7.1906.
Lieber Freund, nur einen herzlichen Gruss, in der Eile der
Abreise, und die bescheidene Frage: ob Sie Beide nicht
Lust hätten, mich ein bischen auf Helgeland zu besuchen?
Dahin fahre ich nämlich heute; ich habe Berlin aufge-
steckt (wenigstens für demnächst) und will drei Wochen
im alten Felsennest hausen.Von Hamburg aus könnten Sie
(Heini expedirt habend) wunderschön dorthin abstecken,
und Sie dürfen einem alten Nordlandsrecken glauben: es
lohnt! - Das H-Z Stück wird jedenfalls bildschön; das
entnimmt meine Intuition Ihrer meisterlichen Darstellung
unwiderruflich.
Herzlich
O.B.
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Helgeland, 19.8.1906.
Danke schön, lieber Freund, für die Grüsse aus Weimar und
Jlmenau; und möge Ihnen der Thüringer Wald, den ich seit
meiner Studentenzeit oft durchstreift habe, als ein nicht
ganz zu verah tendes Geschwister des Wiener er scheinen,
möge Ihnen aber da Niemand die besten Stücke wegessen,
wie.. Na, Sie wissen ja.
Da wir grade von besten Stücken reden, gebe ich der
Hoffnung „Raum“, dass das Alphabeten- (nicht Analphabeten,
sonst müsste es Holzbock zum Helden haben, statt dessen,
der nicht genannt werden soll) Stück nur sehr zeitweise
ruht, Sie dann aber mit einer Gewalt von (A+B)2 wieder
ergreift. Auf dem Semmering, das verspreche ich Ihnen,
mache ich dann wieder die schönsten Striche, nun haben
Sie selbst es zu entscheiden, wann wir da mit dieser
eke lhaften Südbahn hinaufschleichen sollen.
Brandes ist ein Läster-und Schandmaal, das weis s
die Welt, auch die, dieser nicht langweilt, sondern amüsiert;
Geschichte
ich glaube von seinen Bardach-xxxsxxxnur 1½ Percent.