B121: Fischer, Salomo_1916–1923 Arthur Schnitzler an SF Durchschläge, Seite 79

P.
dem neuen Verleger übernommen werden. Hinzu-
fügen möchte ich noch - wenn das auch bei dem
heutigen Stahd der Dinge xxxx bedeutungslos
sein dürfte - dass knapl, vor Ausbruck des Kr###¬
ges xxx ein Prozess um Frei-
gabe des „Reigen“ in Deutschland in Angriff
genommen wurde, und dass der Schutzverband deut
scher Schriftsteller, schon eine Reihe glän-
zender Gutachten gesammelt hatte, die sich bei-
nahe durchaus im positiven x###ne aussprachen.
Ich lege sie immerhin bei und bitte um ihre
gel, gentliche Pücksendung.
Heute will ich Ihnen nur mehr mittei¬
len, dass der „Bernhardi" hier ein ganz unge¬
wöhnlich starker Erfolg war und bin mit den
herzlichsten Neujahrsgrüssen und -Wünschen
Ihr
15.1.1919.
Tischer
Lieber Freund.
Ich nehme an, meine Telegramme sind
trotz all der Wirren,die Sie ja nun mit den
Ihren wie man hoffen darf, glücklich überstan¬
den haben, bei Ihnen eingetroffen und ich will
ihnen nur ergänzend einiges hinzufügen. Die
Feststellungsklage gegen Herrn Harz konnte un-
terbleiben, da er seinen Verpflichtungen nach-
gekommen ist und ich einen neuen Vertrag mit
ihm abgeschlossen habe, der mich allerdings
nur für eine Reihe von Auflagen und nur für
eine bestimmte Zeit, nämlich bis 1. Juli 1920
an ihn bindet, so dass ich das Buch, selbst wenn
die Auflagen bis dahin nicht vollkommen ver -
griffen sind,an denjenigen Verlag, der die noch
restierenden Exemplare zum Buchhändlerpreise
übernimmt, weiter überlassen kann. Ueberdies
habe ich mir kontraktlich das weitestgehende
Kontrollrecht gesichert.