B121: Fischer, Salomo_1916–1923 Arthur Schnitzler an SF Durchschläge, Seite 302

P.
(die zu überwinden übrigens seine Bache wären)
entstehen dadurch in keinem Falle; ganz im
Gegenteil. Es erfordert eine viel beträchtli¬
chere Arbeit, die aus der Ausland eingegange-
nen Valuten eist wieder in deutsche Mark umzu¬
rechnen, als einfach die dem Autor zustehenden
Perzente in der original valuta zuzuführenoder
gutzuschreiben. Sie schreibe, der Verleger
mäxxxen benötige die fremden Valuten (wenn
ich Sie recht verstehe)um soine Betriebsmittel
za erhalten. Einverstanden. Aber er könnte
sich und müsste sich eben mit den auf seinen
Anteil entfallenden Valuten begnügen und die
dem Autor gehörigen um so viel geringeren An¬
teile selbstverständlich diesem überfassen.
Eine Diskussion hierüber sollte meines Er
achtens so wenig möglich sein, wie sie am Ende
über meinen seinerzeitigen xxxsch Wunsch
notwendig war meine Bühnentantiemen in Origi
nalvaluten ausgezahlt zu erhalten. Die Ver¬
luste, die ich bis zum 1.Juli dadurch erlitten
hatte,dass sie mir meine Auslandseinnehmen aus
den Büchern in Mark ausbezahlt haben, wird
sich ziffermässig für: Erste nur schwerfest
stellen lassen. Dass sie nicht unbeträhtlich
war wird sich bald ergeben, wenn die von mir
erbetene aufstellung über die von Ihnen nach
dem Ausland verkauften meiner Bücher ###xxxxxx
und über die Tage,an denen diese Verkäufe er¬
folgt sind. Diese naten auszuziehen kann doch
keine so beträchtlichen Schwierigkeiten ma-
chen und es wäre mir begreiflicherweise,von
dem finanziellen Teil der Frage ganz abgesehen,
höchst interessant zu wissen, naa in welche
Länder meine Bücher vorwiegend verkauft werden.
Meine Berechtigung hierüber orientiert zu sein,
werden Sie hoffentlich nicht inzeifel ziehen.
Was Ihre Vorschläge für die Verkäu-
fe im Inland anbelangt, habe ich meine Zustimmung
an Herrn Hans Jacob schon mitgeteilt. Wenn
Votre très-Monsieur.
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Sie bei der Verrechnung der ausländischen
Einnahmen as aus technischen gründen für not-
wendig halten die Tantiemen auch weiterhin
vom Erlös zu verrechnen, so kann ich dagegen
natürlich keine Einwendung erheben, wenn Herr
Hans Jacob, der ja über diese technischen De-
teils bester Bescheid weiss, sich Ihrer An
sicht anschliesst.
Die letztauged iesenen Summen von
10 Billionen vom 9.11. und 38 Millionen
und 300 Milliarden vom 12.11.,sowie 711 Mil
liarden habe ich von der Bank für auswärti¬
gen Handel mit Ausnahme der ersten von 10
Billionen,bestätigt erhalten.
Mit herzlichem Gruss
Herrn r. Fischer, verlag.
Berlin.