B121: Fischer, Salomo_1924–1927 Arthur Schnitzler an SF Durchschläge, Seite 44

Ein holländischer Schriftsteller, Charles van
Jersel, bittet mich ein Manuscript, das er zur
Lektüre vor Monaten an mich gesandt hat, direkt
an sie weiterzuleiten. Es handelt sich um ein
Stück „Tristan und Isolde.das er in deut-
schen Versen geschrieben hat. Er nimmt an, dass
er auf das Interesse eines deutschen Verlages
rechnen kann, weil im Laufe der nächsten Zeit,
wie er mir schreibt, vier Bücher von ihm in
Holland ers heinen werden. Er wird sich natür-
lich auch noch persönlich an Sie wenden.
P. I.
de Ml
27.10.1924.
G.C.H.
Verehrter Herr Doktor.
Beiliegend das letzte Schreiben von
How & Raggio. Wollen Sie die Angelegenheit
weiter Tühren? Die Leute sind bereit Garantie
zu zahlen. Es müsste natürlich ein Termin be-
stimmt werden, zu dem die Autorisation wie-
der an uns zurückfällt, wenn H.& R. nicht zum
Ziele kommen
Die freundlichst gesandten peferate
folgen demnächst zurück. Ist in Wochenschrif¬
ten etc. (Weltbühne und dergleichen) kein Be-
richt gestanden?
Sie fragten neulich wegen einer Vor¬
lesung in Stuttgart an. Da sich nun eine deut-
sche Agentur wegen einer Tournée in Deutsch-
land (die ich übrigens nicht zu unternehmen
gedenke) an mich gesandt hat, möchte ich Sie
die Sache gerne bald ins Reine bringen,und
wäre für baldige Nachricht verbunden.
Mit verbindlichsten Grüssen
Ihr
„Zwischenspiel“ ist übrigens vom Grafen Nani
ins Italienische übersetzt,in der Nuova Anto-
logia erschienen und 1907 in Turin gespielt
worden (1 Mal,öfters?)
Herrn Dr. Maril, S.Fischer,Verlag,
Berlin