B121: Fischer, Salomo_Arthur Schnitzler an SF (Maril) 1927–1931, Seite 55

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Ascher
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2.7.1928.
Aar
Rait
Lieber Freund.
Stières Roll
Hier lege ich den Entwurf eines Schret
bens an Benjamin Harz, abgefasst im Sinne Ihres
letzten Vorschlags, bei, will aber diesen Brief
nicht abschicken, bevor ich Ihres Einverständnisses
ganz sicher bin. Lassen Sie mich also bald Ihre
endgültige Meinung hören.
Die 6200 Mk., deren Fälligkeit Sie mir
freundlichst ankündigen, bitte ich an mein Konto
Bank für Auswärtigen Handel, Berlin, überweisen
zu wollen.
Wie ich höre haben in New York nach
Abschluss des offiziellen Gattspiels des Deutschen
Theaters einige Vorstellungen des "Weiten Lands"
mit Korff stattgefunden. Ist hierüber vielleicht
mit Ihnen irgend ein Abschluss erfolgt? (Auf diese
deutschen Vorstellungen hat Curtis Brown natürlich
keinerlei Ingerenz).
Ueber den wie es scheint sehr günsti-
gen Ausgang der Gastspiel Robert mit "Einsamen
Weg“ in Paris habe ich durch die Zeitungen erfäh-
ren. Erinnere ich mich recht, so hat Robert mit
Ihnen nur über die "Liebelei" mit der Dorsch abge-
schlossen oder ist der Vertrag in einen über
den "Einsamen Weg" umgewechselt worden? Sollten
Sie Referate aus Pariser Blättern erhalten haben,
so lassen Sie sie mich gefälligst sehen. Ich habe
weder von Robert noch von sonst wen auch nur eine
Zeile erhalten.
Therese
Die Angelegenheit Nahuy
Holland will ich gerne persönlich zu Ende führen.
hso mehr als ich ja über alle meine Novellen in
der letzten Zeit mit Alice v. Nahuys persönlich
abgeschlossen habe. Sie schrieben mir vor xxx