B121: Fischer, Salomo_Arthur Schnitzler an SF (Maril) 1927–1931, Seite 148

Von der Aufführung des “Reigen” in
London habe ich neulich auch privat gehört. Es
soll mich freuen, wenn von dort Tantiemen zu
erhalten sein werden.
Mit herzlichen Grüssen
Ihr
Herrn Dr.Gottfried Hermann,
Fischer, Verlag.
Berlin.
J. Tischer
17.10.1931.
Sieber Freund.
Ich sende hier eine Liste der Adressen.
an welche ich "Im Auftrage des Autors" gebundene
Exemplare meiner neuen Novelle zu senden bitte.
Zugleich ersuche ich um freundlichste Zusendung
einer Liste derjenigen Adressen, an die vom Ver-
lag aus ohnedies Exemplare abgehen (und zwar
in 2 Exemplaren), eines werde ich Ihnen zurück-
senden und diejenige Adressen bezeichnen, wo ich
gleichfalls Kärtchen “Im Auftrage des Autors“ bei-
zulegen bitte.
Die fällige Summe von Mk. 6250.- xxx bitte
womöglich mir nach Wien an mein Konto Creditan-
stalt überweisen zu lassen. Ich glaube nicht,
dass das ohneweiters gehen wird; wie man mir sagt
werden Sie beim Finanzamt vielleicht über den
Schutzverband um die Erlaubnis ansuchen müssen.
Als Grund wäre anzugeben, dass ich so ziemlich
meine ganzen Einkünfte aus Deutschland beziehe.
Der Antrag des rumänischen Verlage uns
für "Spiel im Morgengrauen" ein für alle Mal
100 Mark zu zahlen ist ja kläglich genug. Immer-
hin ist es besser als nichts,-vielleicht versucht
man doch noch eine Erhöhung durchzusetzen.
Ist Ihnen bekannt, ob mit dem Staats-
theater ein Vertrag über den "Gang zum Weiher'
abgeschlossen wurde?
Mit den herzlichsten Grüssen
Ihr
Herrn S, Fischer, Verlag,
Berlin W.