B121: Fischer, Salomo_SF an Arthur Schnitzler 1915-1930 Originale, Seite 466

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Herrn Dr. Arthur Schnitzler
G.C.F.P.
Wien
Lieber Freund,
ich war an der Grippe erkrankt und dann etwas verreist
und komme erst heute dazu, auf einige Fragen zu antworten.
Wir drucken die beiden Ergänzungsbände und ausserdem die
erste Reihe der gesammelten Werke in 4 Bänden. Von der zweiten
Reihe haben wir noch genügenden Vorrat. Das Werk wird nun
ziemlich teuer werden, denn die Herstellungskosten sind ganz
enorm gesteiegen. Eine endgültige Kalkulation lässt sich erst
machen, wenn das Werk gedruckt und gebunden ist, denn die
Herstellungspreise sind fortwährend im Fluss und lassen sich
im Augenblick noch nicht fixieren. Sie erlauben mir also, auf
die Honorarfrage zurückzukommen, wenn die Kalkulation feststeht.
Die Verkaufspreise werden naturgemäss gegenüber den bis-
herigen sehr bescheidenen Preisen ziemlich hoch sein. Hoffentlich
bleibt die Kaufkraft des Publikums bestehen, es lässt sich ja
auf einige Wochen vorher nichts mit Sicherheit voraussagen.
Von Specht habe ich das Manuskript leider noch nicht be¬
kommen; es wird aber Zeit, dass wir mit dem Satz beginnen; ich
wäre Ihnen dankbar, wenn Sie bei Ihren nahen Beziehungen zu
Specht mit einem Wort dafür eintreten, dass die Arbeit bald an den
mich gelangt. Ich wäre Ihnen auch da: