B121: Fischer, Salomo_SF an Arthur Schnitzler 1915-1930 Originale, Seite 572

S. FISCHER/VERLAG
v. Blatt
den 25.XII, 22.
Herrn
Dr. Arthur Schnitzler.
W. I. E. 1
weil.
er seine Tantieme aus den durch die Verhältnisse zwangsläufig
notwendigen hohen Preisen erhält, während der Verleger ganz auf die
wirtschaftliche Unsicherheit gestellt, xxx bedeutende Summen in die
Neuherstellung investieren muss, ohne zu wissen, ob er auch nur sein
Geld heraus bekommen kann.
Und noch einmal muss ich daran erinnern, dass der weit-
aus grössere Teil Ihrer Bücher nur mangsam absetzbar ist, und dass es
doch einen wesentlichen Unterschied ausmacht, ob ich eine Auflage in
einigen Monaten oder in einigen Jahren verkaufen kann. Dieser Umstand
allein ist für die Verrechnung der Tantieme massgebend.
the
Zum Schluss noch einige Worte an die Abwehr der Ham-
iitMimme
sterung durch das Sortiment. Die Zeit der Spekulation scheint (wenn nicht
3 actes de la nouvelle. — Lehti ai-
eine weitere starke Markverschlechterung kommt - zu sein, wo der
Sortimenter in der Lage ist, grössere Vorräte aufzustapeln. Auch haben
die Sortimenter sich st stark eingedeckt, dass sie erst tüchtig verkau¬
fen müssen, um wieder Geld in die Hand zu bekommen. Im Monat Dezember
haben wir Kürzungen nicht mehr vorgenommen, schon deshalb nicht, weil
praktisch
wir gefunden haben, dass es keinen Zweck hat. Die Sortimenter haben dann
eben anstatt einmaliger grösserer Bezüge, wiederholt kleinere Bezuge ge-
macht. Uns ist daraus nur eine Mehrarbeit und Mehrkosten für die Expedi-
tion erwachsen.
schliesse.
Ich schicke meinen etwas lang geratenen Brief einstueilen
dem Wünsche
mit den Wünschen, dass wir über die schwierigsten Dinge hinweggekommen sein
mogen
und mit herzlichen Wünschen für das neue Jahr,
Herzlichst Ihr
Fische