A128: Im Spiel der Sommerlüfte. In drei Aufzügen, Seite 67

demütig nur meinem Gotte zu vertrauen A doch niemals
wieder ein sterbliches Wesen — und wäre es meinem
Herzen unter allen das teuerste — in meine irrende
Seele schauen zu lassen.
En celubde par
JOSEFA. Wenn es dazu eist eines Oelubdes be¬
durfte— Sie schüttelt den Kopf. Es war nicht nötig, Hoch¬
würden, zum mindesten was mich anbelangt. — Für
mich steh ich ein.
KAPLAN der jetzt erst auch sich selbst ganz versteht. Frau
Josefa, Sie sind stärker als ich.
JOSEFA. Frommer, Hochwürden... Sie steben ein-
ander Auge in Auge egegenüber.
KAPLAN öffnet nur die Lippen.
JOSEFA mit leicht abwebrender Geste. Es ist vorbei.
KAPIAN ergreift ihre ihm nabe Hand; nach kurzem Zögern
küßt er sie.
JOSEFA küßt daraufbin sebr rasch die seine, die er ihr
& link.
entziebt. Sie wendet sich zurück in den Garten.
KAPLAN rasch ab nach rechts.
JOSEFA allein.
Weiter rückwärts Sommergäste, Dorfbewobner im Sonntagsstaat.
Vorbeiziebende Touristen. Ganz in der Ferne Lachen und Stimmen,
die wieder verklingen.
KATHI aus dem Haus, deckt im Freien zum Frübstück.
Küß die Hand, gnä’ Frau.
12
JOSEFA Guten Morgen.
KATHI. Wissen gnä' Frau schon? Der ###e alte
Herr Hofrat ist heut nacht gestorben.
JOSEFA nickt.
Sile
KATHI. Wie Seine Hochwürden hingekommen
sind erschon tot Ganz ruhig ist er eingeschlafen. #
FELIX von links, in sichtlicher Erregung, noch am Zaun.
+ Mie reçue
Guten Morgen, Frau Professor.
Hochwürde
KATHI verschwindet ins Haus.
JOSEFA etwas erstaunt. So früh schon, Herr Doktor?
Angekommen zu
Dein
Ihm entgegen.
eines schon verbes
Fischer-Verlag, Berlin-
Im Spiel der Sommerlüfte
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1. Fahnenkorrektur am 22. 8. 29
Bibliographisches Institut, Leipzig