A142: Die Frau des Richters. Novelle, Seite 38

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auf weder gegen die göttliche Weltordnung
lig aus dem Bereich jeder Möglichkeit
noch gegen meines Fürsten Weisheit, noch
liegt, als verlangtet Ihr von mir, ich
gegen eines Richters Spruch. Ich weiss
sollte morgen um einen Tag jünger sein
7.
nichts anderes, als dass nach meines gnä¬
re Rold indem
als heute
in this hand. He was at
eieilen
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digsten Herzogs eigenem Anbot in meine
Agnes: So ist die Strafe bereits vollzo-
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Hand gelegt ist in einem einzigen gerin-
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gen?
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gen Fall zwar nicht Unrecht in Recht,aber
Herzog: Nein. / Aber ich habe aus eigener
Gefängnis in Freiheit, Erbitterung in
Machtvollkommenheit) den Tobias Klenk
Dankbarkeit, Unglück in Glück und viel-
die vom Richter Adelbert Wogelein ver-
leicht ein aufrührerisch verwirrtes Gemüt
bereil
hängte strafe/nachgesehen. Habt Ihr dawi-
von dHn
in ein beruhigtes treues) zu wandeln.Und
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P.S.
der etwas einzuwenden, Richter Wogelein?
so denk ich, wär es nicht wohlgetan, wenn
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so steht Euch der Weg ans Reichsgericht
ich von dieser Macht nicht Gebrauch
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frei.
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machte.
Adelbert: Meine richterliche Pflicht ist
Herzog: Leider aber richtet Ihr den ein-
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es, eine gesetzliche strafe nach gewissen
zigem Wunsch an mich, den zu erfüllen ich
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haftem Ermessen zu verhängen. Aber meinem
völlig ausser Stande bin. Einen andern,
leur
gnädigsten Herzog steht es zu Gnade für
schöne und edle Frau.
dans cette
Recht zu üben. So haben vor Gott Herzog
Agnes: Ich habe keinen andern.
und Richter ihres Amts gewaltet,Tobias
Herzog: Auch wenn ich Euch erkläre, dass
Klenk aber mag sich der Freiheit freuen,
ich Buch die Erfüllung nicht etwa aus
und über seinem Rachewerk brüten.
Laune verweigere, sondern dass sie so völ¬