A20: Flucht in die Finsternis (Der Verfolgte, Wahnsinn), Seite 154

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¬s Robert
erwiderte ein
G.C.F.P
und dabei wie ein Hanswurst den Kopf weit über die Brüstung des
Das Blut erstarrt
Chors streckte und immer wieder zurückzog. Leinbach aber erklärte
Schllers
mede
Robert, dass der Mann dort oben nicht etwa eine Fuge von Bach, son-
Das Werk so
Mürich wehre des bekantlauf alle
dern, dass er Lebensgeschichten allele, wie die meisten begabten
Pianisten. Gleich darauf wanderte Robert zwischen Bahngeleisen
hin, immer weiter einer offenen Landschaft zu, mit einer roten Fahne
stin
in der Hand, die er ununterbrochen schwenkte, und endlich auf einen
tresse: M
Erdhügel pflanzte, unter dem Alberta begraben lag. Dann schritt er
auf einem schmalen Gebirgskamm hin, Abgründe zu beiden Seiten, mit-
ten durch eine wundervolle, blaue Winternacht. Endlich sass er,
erfrischt, mit kühlen Wangen und sich der Arbeit entgegenfreuend
in seinem Bureau, als plötzlich sehr heftig an die Türe geklopft
wurde.Er wusste sofort, dass dies nur Albertens Gatte sein konnte,
der gekommen war Rechenschaft von ihm zu fordern. Doch er war fest
entschlossen nicht zu öffnen. Vielmehr verliess er den Raum durch
die gegenüberliegende Türe und stürmte weiter durch eine ganze Rei-
he von Zimmern; in jedem standen Tische, an jedom sassen Schreiber,
deren Federn mit ungeheuerer Eile über das Papier fuhren, mit der
freien Hand aber werfen sie die Bogen in offene Reisetaschen, die
schmappen
sich immer selbsttätig auf und zuschlossen wie Krokodilmäuler. Dabei
dauerte das Klopfen immer fort und schien sogar stärker und drin
eine
gen er zu werden. Unwillkürlich griff Robert nach dem Revolver, den
er nach Reisegewohnheit auf das Nachttischchen gelegt hatte, erhob
all
sich rasch, steckte die Waffe in seine Rocktasche, wusste, dass er
ad er fragte: „Wer ist werde.“
macht war und dachte: Ein Telegramm.