A20: Flucht in die Finsternis (Der Verfolgte, Wahnsinn), Seite 27

1. A. 1.1.4.1
G.C.P.
1 1 1/2, p.p. s. m.
14.
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besichtigte Dutzende von leeren und von bewohnten Räumen, störte
irgendwo eine junge Dame beim Klavierspiel, unterbrach anderswo
einen Lehrer beim Unterricht zweier Knaben, unterhandelte mit zu-
vorkommenden,gleichgültigen und mürrischen Vermietern und Haus-
vorstellen.
besorgern und konnte sich bei all dem niemals ###dass
rem
dieses ganzes Unternehmen ernst gemeint sei und zu einem bestimme
ten Ziel führen sollte. Einmal geriet er in eine Strasse,wo Er-
innerungen einer längst vergangenen Zeit ihn umschwebten; hinter
jenem Eckfenster im zweiten Stock hatte er vor vielen Jahren
glückliche, oder, da ihnen hier das Gedächtnis trügen mochte,
des, zum mindesten angenehme Stunden verlebt; und nicht eben schmerz-
wie
Lick
lich, sondern eher als einer kleinen Unannehmlichkeit wurde er
sich des Umstandes bewusst, dass er nun so einsam in der Welt
stand, wie kaum jeztes terher. Flüchtig zog ihm wieder
danko an Alberta durch den Sinn, gleich darauf aber, farbig und
Restner
scharf umrissen, tauchte das Bild des Fräulein xxxx vor ihm auf-
durch der
mit der er sich seit dem Abschiedsblick von gestern sendanhar
nähr verbunden fühlte. Er versuchte sich ihren Vornamen ins Ge-
wurde
dächtnis zu rufen, was ihm nicht gelang. xxx wusste er we-
Raim
nig von ihr und ihrer Familie. Es war ihm nicht viel mehr be-
kannt, als dass Mutter und Tochter sowohl daheim als auf Reisen
meist ohne den Vater zu sehen waren, der ein sehrgesuchter, fast
berühnter Advokat,wegen seiner unglücklichen Neigung zum Börsen-
spiel doch eines zwiespältigen Rufes genoss. Hiemit mochte es
auch zusammenhängen, dass die einzige Tochter, die gewiss