A229: Die Mörderin, Seite 14

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begreifen Sie, dass Sie ein gutes Werk an ihm täten, wenn Sie
sich seiner annähmen?
(ausbrechend) Sie werden ihn nicht verlassen. Sie dürfen ihn
Marie:
nicht verlassen. Es wär sein Tod!
Oh, daran stirbt man nicht. Undbesonders, wenn Sie -
Sie glauben doch nicht, ich könnte mich zu so etwas hergeben?
Elisa:
Marie:
Selbst wenn er mir - selbst, wenn ich ihn liebte.
Er wird Sie geradeso gern haben mit der Zeit, wie er mich
gern gehabt hat. Und später einmal wird er den Tag segnen, an
Elisa:
dem ich aus seinem Leben verschwunden bin. Gott, das fühlen
Sie ja selbst. Es handelt sich nur darum, ihm über die ersten
schlimmen Tage wegzuhelfen. Und das, um was ich Sie vor allem
bitten möchte, das ist, dabei oder wenigstens in der Nähe zu
sein, wenn - er meinen Brief empfängt.
Ihren Brief? Was — was haben Sie denn vor?
Dch will ich Ihnen ganz genau sagen. Übermorgen Früh mit dem
Marie:
Zug um sechs Uhr zwanzig, wenn Karl gerade zur Arbeit gegangen
Elisa:
ist, reise ich ab. Finden wird er mich nicht; ich werde gut
aufgehoben sein. Für dumm dürfen Sie mich nämlich nicht halten.
Es ist alles aufs Beste vorbereitet.
Nein, Sie dürfen nicht, es ist unmöglich. Denken Sie doch nur -
Er wird sich nicht umbringen. Sie sind da, Marie. Sie werden
Marie:
Elisa:
ihn trösten. Er wird es Ihnen danken, er wird Sie lieb haben
und Sie werden seine Frau werde. Er wird glücklich sein, Sie
werden glücklich sein - und ich und Andere auch, gar manche; denn
ich, ich kann glücklich machen, das fühl ich, dazu bin auf