B121: Fischer, Salomo_1916–1923 Arthur Schnitzler an SF Durchschläge, Seite 210

Verbindung mit Italien angeknüpft,die mir gün-
sti ere Chancen als die bisherigen zu bieten
scheint, und vorläufig liegen mir Anerbieten für
dinzelne meiner Novellen, sowie für „Anatol“.
vor. Frau Vivanti hat mir geschrieben, dass sie
das Buch eben übersetzt,um es der Zensur vorzu¬
legen, die begreiflicherweise nicht deutsch ver¬
steht (genau so wie bei uns) und dass sie mir bald
Näheres berichten werde. Ich habe um möglichste
Beschleunigung gebeten.
Aus Kopenhagen erhielt ich heute durch die
Vermittlung der Eidgenössischen Bank 532 Kronen
50,umgerechnet auf Frcs. 517.05. Ich Weiss nicht,
vofür diese Summe bestimmt ist. Falls es sich
nier um eine durch Ihre Vermittlung abgeschlosse
e Sache handeln sollte, wie ich annehme, würden
wie mir nicht gestatten, dass ich Ihnen die Ihneu
ukommende Provision in der Originalvalute Francs
.urch die Eidgenössische Bank an eines Ihrer
erlliner Konto überweisen liesse? Das wäre doch
allen diesen Fällen das weitaus Einfachste für
is. Bloch macht es noch einfacher,er zieht sich
leich in der Originalvalute sine Perzeute ab
nd schickt mir den auf michsntfallenden Anteil.
Folgendes wird Sie interessieren.Herr
Bartsch hat an den Verlag Karczag geschrieben,
Sr Wäre in der Lage die bei der Alian Custodian
Inshington erliegenden Beträge mit einem klänen
Abzug von 10-20% sofort auszuzahlen bereit sei,
Andernfalls müssten die bereffenden Autoren oder
Verlage noch 4-6 Wochen warten. Ich entnehme da¬
aus, dass der Flüssigmachung der während des
Miegs zurückgehaltenen Tantiemen von Seite des
M.A.C. keinerlei Hindernisse mehr im Weg stehen.
h bitte Sieb daher die Sache nochmals bei
Gartsch zu urgieren und insbesondere mit aller
margie darauf zu batehen, dass er sich nicht am
###de einfallen lässt nach eigener Umrehnung
entuell zum Vorkriegskurse, die Dollars nach
1:-m2+
Europa herüberzusenden, sondern dass er jeden-
falls die für mich bestimmten Tantiemen direkt
an mein Konto in New-York bei Ladenburg Thalman
& Co einzahlen möge. Ich mache auch darauf auf-
merksam, dass die 10% des Vertreters in der mir
vorliegenden Verrechnung vom 22.Okt.1919 be¬
reits ab exogen sind. Es handelt sich um 300
Dollar für die „Komödie der Worte“ und 162 Dol
lar für den „Einsamen Weg“,zusammen 462, abgezo¬
gen 4% bleibt 116. Nachher sind von den Green -
wich Village Players,New-York weitere 300 Dol
lar fällig geworden und von diesen,wie mir
Bartsch seinerzeit schrieb, direkt nach Wishing
ton gezahlt worden. Sie erinnern sich, dass uns
vor etwa 1½ Jahren durch Herrn Bartsch Dollars
zugekommen sind,umgerechnet nach dem Kurse vom
Jahre 1915 etwa. Da die Dollars nach Washington
selbstverständlich in der Originalvaluta einge¬
zahlt worden sind, so wäre jeder Versuch einer
Umrechnung, insbesondere nach einem früheren Ku
milde ausgedrückt, unerlaubt.
Sind einige unserer gemeinsamen Anjel###
heiten indessen weiter gerückt? Insbesondere:
Weites Land,Amerika,Wotieky; Reigen (ngl.Aus-
gabe Berlin Mankiewicz; Grüner Kakadu und Para
G.C.M
zelsus Holland?
Mit herz lichem Gruss
Ihr