A143: Die Frau des Richters. Novelle, Seite 81

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eingebrochen
(Es sollte ein Ungewtter
soin))). (Univöltigr. A. Welle
(Ehr die vielen Terzfei.)
„Herzogliche Gnaden“, erwiderte
'sence for
ohne meist an weit Wert herzugebe
Adalbort, dero Eintritt in das Haus
Ihres ergebenen Dieners sei gesegnet.)
4 m
Und mit devoter Handbewegung wies er
attre
auf die/Türe zum Wohngemach, die gleich
falls offen stand. Der Herzog trat ein,
no
Adalbert folgte. Agnes noch am Fenster
hatte dem Eintretenden den vopf zuge-
wandt. Sie neigte sich kaum; die Blässe
ihres Angesichts,das Leuchten ihres
Blicks, das schlaffe Niedersinken ihrer
cune
Arme war i Gruss. Der Herzog wandte
sich flüchtig zu Adalbort, der in ge-
bückter Haltung hinter ihm stand. „Euere
Hausfrau, Herr Richter?“ Und ohne
eine Antwort abzuwarten vor Agnes hin-
tretend: „Heute Morgens,als ich vorüber-
fuhr hielt ich Euch für ein junges Mäd-
chen. Willkommene Fügung,dass mir das
diesem Haus aus der Ach-
Rad gerade vor.
tute
se lief. Es ist nicht mehr. Ich werde
Euch nicht lange zur Last fallen. Xber
ich habe Euer Mahl unterbrochen, das war
nicht die Absicht. Ich werde nur die
Erlaubnis erbitten mit Euch an Euerem
Tische Platz zu nehmen. "Durchlauchtig
ster Herzog“, sagte Adalbert und rückte
einen Sessel zurecht, „die Ehre, die uns
widerfährt ist so gross, dass auch der
untertänigste Dank tief unter dem Ge-
fühl unseres Glückes zurückbleiben
trisee.
muss." Die Worte hatten sich ihm
gleichsam wider seinen Willen auf die
Lippen gedrängt. Er warf einen saschen,
zwinkornden Blick zu Agnes hin, als woll
to er sie glauben machen, dass nur ver-
steckter Hohn seiner Rede eine so de-
mütige Fassung verliehen Agnes aber.völ-
lig in denAnblikk des Herzogs verloren,
Ad. Wm.
hörte kaum, was Adalbert sprach. Der Her-
zog wollte seinen Platz nicht früher ein