A20: Flucht in die Finsternis (Der Verfolgte, Wahnsinn), Seite 36

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Votre très-même pour la
V. P.
ihr z¬
namen ins Gedächtnis zu rufen, was ihm vorerst nicht gelang. xxx
wusste wenig von ihr und ihrer Familie; es war ihm kaum mehr be-
kannt, als dass Mutter und Tochter sowohl daheim als auf Reisen
meist ohne den Vater zu sehen waren, der ein gesuchter, fast be-
rühmter Advokat, wegen seiner unglücklichen Neigung zum Börsen-
spiel doch eines zwiespältigen Rufes genoss. Hiemit mochte es auch
zusammenhängen, dass die einzige Tochter, die gewiss schon in der
zweiten Hälfte der zwanziger Jahre stand, bisher unvermählt geblie-
ben war; und dunkel glaubte sich Robert eines Gerichtes zu erinnern,
das sie mit einem berühmten, seither verstorbenen Musiker verlobt
gesagt hatte. Während er so über sie nachdachte, wurde ihm ihre Ge-
stalt immer rührender, und erschien ihm wie von Geheimnissen um-
flossen.
Am Abend besuchte Robert ein Vorstadttheater. In be-
haglicher, etwas müder und dadurch fast traumhafter Stimmung folg-
kindish
te er dem heitern musikalischen Spiel und war) erfreut, als ihm der
erste Komiker mitten in einem Couplet von der Bühne herab vertrau-
lich xxx zunickte. Nach dem Theater nahm er den Weg in
all [illegible]
ein Kaffeehaus der inneren Stadt, wo sich seit Jahren Abend für
ein kleiner Kreis von Rekannten zu versammeln pflegte, mit
denen Robert von der Reise aus, wenigstens anfangs, auf Ansichtskar-
ten flüchtige Grüsse getauscht hatte. Als er eintrat, sah er in der
gewohnten Ecke Herrn August Langer sitzen, einen Vetter seiner
verstorbenen Frau, einen liebenswürdigen, gerne spötteinden älteren
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em Augenlich vorbräch
ent. Und vorsichtig began