A20: Flucht in die Finsternis (Der Verfolgte, Wahnsinn), Seite 46

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nicht sampte
er die Absicht verfolgte, sich von dieser Seite eines Schutzes
gegenüber feindseligen Mächten zu versichern. Er sprach lebhaft,
mit bewusster Aufgeräumtheit, berichtete dann ebenso von seiner
Reise, verweilte mit besonderer Wärme bei der Schilderung der schö-
nen Sommertage am Vierwaldstättersee,ohne Albertens zu erwähnen,
und es war ihm dabei, als wenn er irgend einen über ihm schwebenden
Verdacht abwehren müsste.
Nach Tisch, da der Bruder Ordination abhalten musste,
blieb Robert mit der Schwägerin allein. Schweigend rauchte er sei-
ne zigarre, als Marianne sich mit der Frage an ihn wandte: „Was
macht denn dein Klavierspiel?" - „Mein Klavierspiel“,wiederhol-
te er etwas melancholisch, „das weiss ich eigentlich selber nicht.“
Auf Reisen kommt man begreiflicherweise wenig dazu. Manchmal
hat es mir wohl gefehlt." - „Uns auch“, meinte Marienne lächelnd.
Es war Roberts Gewohnheit gewesen sich nach den Mahlzeiten, die
Zigarre zwischen den Lippen, an den Flügel zu setzen und sich, wie
Marianne es nannte, musikalischen Kaffee-und Havannah-Phantasien
hinzugeben. So stand er denn auch jetzt xxx (wie einer Aufforderung
erhob
gehörehend begab sich ins Nebenzimmer ans Klavier und spielte al-
lerlei Ernstes und Heiteres, Klassisches und Banales nach- und durch-
gethan
es gestern
einander, ühnlich wie der Pianist in der Ban, zwan mit geningerer
Sicharhait, doch nach eigenen Gefühl, mit edlenem Ausdruck als je¬
Plötzlich liess er die Hände auf den Tasten ruhen,wandte sich
nach Marianne um, die in einer Diwanecke sitend, mit einer Sticko-
rei beschäftigt, seinem Spiele gefolgt war,und sagte! „Nun ist’s