A20: Flucht in die Finsternis (Der Verfolgte, Wahnsinn), Seite 34

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G.C.R.M.
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P.S.
etwas vernachlässigt, was ihm auch angenehmere Leute völlig ver-
bekendette
leiden konnte: Joch Kahnberg begrüsete ihn wie einen mit Sehnsucht
genen bescheidenen musikalischen
erwarteten Freund, xxx zog er ihn mit sich an einen Nebentisch
stören.
elesmehr zu
und erzählte ihm die Fortsetzung eines intimen Erlebnisses, von
d. Lgemein
5,3
dessen Beginn/Robert, so weit er sich erinnern konnte, niemals das
das
Geringste erfahren hatte. Dann sprach er von seinem neuesten,
vielfach angegriffenen Werk, einem Drama in Versen, als hätte Ro-
bert seit jeher seine schriftstellerische Laufbahn mit Teilnah -
soh
woron
2/2
me und zustimmung begleitet. Nun fiel ihm allerdings ein, dass
wird
ihn irgendwo auf der Reise dieses neueste Buch des Dichters
mit einer sehr warmen Widmung erreicht, und dass er es auch
halle
flüchtig gelesen, doch vermochte er sich des Inhalts nicht im
Entferntesten zu entsinnen. Er war eben in Verlegenheit,wie er
sich verspütet bedanken, und wie er sich über seine Gedächtnis-
schwäche hinweghelfen sollte, als auf August Langers vorschlag
letz:
die kleine Gesellschaft aufbrach, um den Abend in einer Bar zu
beschliessen. Robert schloss sich gerne an, und bald sassen sie
alle in dem niedern, menschenerfüllten, weiss gehaltenen, überhel-
len Raum eng aneinander gedrängt an kleinen Tischchen, tranken,
3)4
rauchten und hörten dem Klavierspieler zu, der nah der Türe-
nerike.
auf einem dumpf klingenden Pianino Opernarien, Tänze, Lieder,
in Gau-
aufs reinste harmonisiert, und eins ins andere zwanglos über-
tiol
führend, mit Unermüdlichkeit vortrug. Robert besonders lauschte
gewe
mit einer Art von fachmännischem Vergnügen, da sein eigenes Ta-
wie zu auszul
lent demjenigen dieses Nachtpianisten, der tag süber als Beamter